Sie finden hier Informationen zu allen Neuordnungen von Berufen aus den letzten Jahren.
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Rechtsvorschriften, die am 1. Januar 2022 in Kraft traten:
  • Anästhesietechnische/r Assistent/in
  • Operationstechnische/r Assistent/in
Anästhesietechnische/r Assistent/in
B 81332-104, B 81332-903
Die Ausbildung in der Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenz wurde neu geordnet, sie ist seit 2022 bundeseinheitlich geregelt. Am 20.12.2019 wurde das "Gesetz über den Beruf der Anästhesietechnischen Assistentin und des Anästhesietechnischen Assistenten und über den Beruf der Operationstechnischen Assistentin und des Operationstechnischen Assistenten" im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, die zugehörige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung am 09.11.2020. Das neue Gesetz und die neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung traten am 01.01.2022 in Kraft.
Operationstechnische/r Assistent/in
B 81332-100, B 81332-900
Die Ausbildung in der Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenz wurde neu geordnet, sie ist seit 2022 bundeseinheitlich geregelt. Am 20.12.2019 wurde das "Gesetz über den Beruf der Anästhesietechnischen Assistentin und des Anästhesietechnischen Assistenten und über den Beruf der Operationstechnischen Assistentin und des Operationstechnischen Assistenten" im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, die zugehörige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung am 09.11.2020. Das neue Gesetz und die neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung traten am 01.01.2022 in Kraft.
Ausbildungsordnungen, die am 1. August 2022 in Kraft traten:
Neue Ausbildungsberufe:
  • Binnenschifffahrtskapitän/in
  • Fachkraft Küche
Ausbildungsberufe, die modernisiert wurden:
  • Binnenschiffer/in
  • Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport (bisher: Eisenbahner/in im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport)
  • Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung (bisher: Eisenbahner/in im Betriebsdienst, Fachrichtung Fahrweg)
  • Fachkraft für Gastronomie (bisher: Fachkraft im Gastgewerbe)
  • Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie (bisher: Restaurantfachmann/-frau)
  • Fachmann/-frau für Systemgastronomie
  • Hotelfachmann/-frau
  • Kaufmann/-frau für Hotelmanagement (bisher: Hotelkaufmann/-frau)
  • Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen (bisher: Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen)
  • Koch/Köchin
  • Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
  • Zahntechniker/in
Binnenschifffahrtskapitän/in
B 52422-132, B 52422-904
Die Ausbildung in der Binnenschifffahrt wurde aufgrund von Änderungen bei den EU-Richtlinien im Bereich der Voraussetzungen für Besatzungsdienstgrade und Binnenschiffsführerpatente modernisiert. Dabei wurde eine dreieinhalbjährige Ausbildung mit dem Abschluss Binnenschifffahrtskapitän/in geschaffen, die für Anforderungen auf dem Management Level qualifiziert und die dreijährige Ausbildung als Binnenschiffer/in für Anforderungen auf dem Operational Level neu geordnet. Neben gemeinsamen Inhalten in den beiden ersten Ausbildungsjahren liegt der Schwerpunkt im Beruf Binnenschifffahrtskapitän/in auf den Bereichen Nautik und Schiffssteuerung, im Beruf Binnenschiffer/in u.a. auf dem Warten und Instandsetzen von Schiffsmotoren und mechanischen Anlagen. Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Binnenschiffer/in
B 52422-101, B 52422-900
Die Ausbildung in der Binnenschifffahrt wurde aufgrund von Änderungen bei den EU-Richtlinien im Bereich der Voraussetzungen für Besatzungsdienstgrade und Binnenschiffsführerpatente modernisiert. Die neue Ausbildungsordnung im dreijährigen Ausbildungsberuf "Binnenschiffer/in" qualifiziert für Anforderungen auf dem Operational Level. Zudem wurde für Anforderungen auf dem Management Level eine neue dreieinhalbjährige Ausbildung mit dem Abschluss Binnenschifffahrtskapitän/in geschaffen. Neben gemeinsamen Inhalten in den beiden ersten Ausbildungsjahren liegt der Schwerpunkt im Beruf Binnenschiffer/in u.a. auf dem Warten und Instandsetzen von Schiffsmotoren und mechanischen Anlagen, im Beruf Binnenschifffahrtskapitän/in auf den Bereichen Nautik und Schiffssteuerung. Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport
B 52202-113, B 52202-905
Die Ausbildung in den eisenbahntechnischen Verkehrsberufen wurde neu geordnet. Der bisherige Fachrichtungsberuf Eisenbahner/in im Betriebsdienst wurde in zwei Einzelberufe aufgeteilt: "Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport" mit den beiden Einsatzgebieten "Güterverkehr" und "Personenverkehr" sowie "Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung". Die Ausbildungen werden in einer gemeinsamen Ausbildungsordnung geregelt. Die Abschlussprüfung wurde neu konzipiert und wird künftig in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Bisher:
Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung
B 51522-131, B 51522-907
Die Ausbildung in den eisenbahntechnischen Verkehrsberufen wurde neu geordnet. Der bisherige Fachrichtungsberuf Eisenbahner/in im Betriebsdienst wurde in zwei Einzelberufe aufgeteilt: "Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung" sowie "Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport" mit den beiden Einsatzgebieten "Güterverkehr" und "Personenverkehr". Die Ausbildungen werden in einer gemeinsamen Ausbildungsordnung geregelt. Die Abschlussprüfung wurde neu konzipiert und wird künftig in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Bisher:
Fachkraft für Gastronomie
B 63302-158, B 63302-908
Im Zuge einer Neuordnung der Ausbildungen im Gastgewerbe wurde die Ausbildung im Beruf Fachkraft im Gastgewerbe modernisiert, um sie an neue Anforderungen in einem differenzierter, anspruchsvoller und digitaler werdenden Arbeitsumfeld anzupassen. In diesem Zusammenhang wurde der Ausbildungsberuf in "Fachkraft für Gastronomie" umbenannt. Die Ausbildung erfolgt in den Schwerpunkten "Restaurantservice" und "Systemgastronomie". Die klassische Prüfung mit Zwischen- und Abschlussprüfung bleibt erhalten. Eine Fortsetzung der zweijährigen Ausbildung im dritten Ausbildungsjahr ist künftig nur noch in den Berufen Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie Fachmann/-frau für Systemgastronomie möglich.
Bisher:
Fachkraft Küche
B 29302-155, B 29302-905
Im Zuge der Neuordnungen im Gastgewerbe wurde ein neuer 2-jähriger Ausbildungsberuf geschaffen, um dem immer differenzierteren Qualifizierungsbedarf im Gastgewerbe Rechnung zu tragen - der Beruf Fachkraft Küche. Die Ausbildung befähigt zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in der Küche. Durch die inhaltliche Ausrichtung des neuen Berufs ist eine zeitliche Anrechnung der Ausbildung im Umfang von zwei Jahren auf den 3-jährigen Ausbildungsberuf Koch/Köchin möglich. Es wird eine klassische Prüfung mit Zwischen- und Abschlussprüfung durchgeführt.
Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie
B 63302-159, B 63302-907
Im Zuge einer Neuordnung der Ausbildungen im Gastgewerbe wurde die Ausbildung im Beruf Restaurantfachmann/-frau modernisiert, um sie an neue Anforderungen in einem differenzierter, anspruchsvoller und digitaler werdenden Arbeitsumfeld anzupassen. Modernisierungsbedarf ergab sich u.a. durch die veränderte Gästenachfrage und Wertschöpfung im Restaurantfach. In der neuen Ausbildungsordnung erhielten Produkt-, Verkaufs- und Veranstaltungskompetenzen eine höhere Gewichtung. Dementsprechend wurde der Ausbildungsberuf in "Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie" umbenannt. Außerdem wurde die kodifizierte Zusatzqualifikation "Bar und Wein" in die Ausbildungsordnung aufgenommen. Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Bisher:
Fachmann/-frau für Systemgastronomie
B 63312-101, B 63312-900
Im Zuge einer Neuordnung der Ausbildungen im Gastgewerbe wurde die Ausbildung modernisiert, um sie an neue Anforderungen in einem differenzierter, anspruchsvoller und digitaler werdenden Arbeitsumfeld anzupassen. In der modernisierten Ausbildungsordnung wird z.B. die Personalführung stärker berücksichtigt. Außerdem wurde die kodifizierte Zusatzqualifikation "Bar und Wein" in die Ausbildungsordnung aufgenommen. Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Hotelfachmann/-frau
B 63222-100, B 63222-900
Im Zuge einer Neuordnung der Ausbildungen im Gastgewerbe wurde die Ausbildung modernisiert, um sie an neue Anforderungen in einem differenzierter, anspruchsvoller und digitaler werdenden Arbeitsumfeld anzupassen. In der modernisierten Ausbildungsordnung wurden neue digitale Inhalte in Bereichen wie Buchungssysteme, Revenue Management und Vertrieb berücksichtigt. Außerdem wurde die kodifizierte Zusatzqualifikation "Bar und Wein" aufgenommen. Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Kaufmann/-frau für Hotelmanagement
B 63212-115, B 63212-905
Im Zuge einer Neuordnung der Ausbildungen im Gastgewerbe wurde die Ausbildung im Beruf Hotelkaufmann/-frau modernisiert, um sie an neue Anforderungen in einem differenzierter, anspruchsvoller und digitaler werdenden Arbeitsumfeld anzupassen. In diesem Zusammenhang wurde der Ausbildungsberuf in "Kaufmann/-frau für Hotelmanagement" umbenannt. Die Ausbildung wurde stärker als bisher kaufmännisch ausgerichtet und um strategische Inhalte im Bereich Revenue Management, Warenwirtschaft und Personalwirtschaft ergänzt. Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Bisher:
Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen
B 72132-149, B 72132-906
Die Ausbildung im Beruf Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen wurde neu geordnet. Modernisierungsbedarf ergab sich insbesondere aufgrund der Digitalisierung, die im Versicherungsgewerbe zunehmend an Dynamik gewinnt und Geschäfts- sowie Arbeitsprozesse grundlegend verändert. Die neue Ausbildungsordnung führt daher z.B. in der Wahlqualifikation "Digitalisierungsprozesse in der Versicherungswirtschaft initiieren und begleiten" versicherungsfachliches Wissen mit IT-Inhalten zusammen. Auch der ganzheitliche Beratungsansatz wurde stärker berücksichtigt, z.B. indem Kundenbedarfsfelder wie Gesundheit oder Mobilität in der Ausbildung verankert wurden. Die Berufsbezeichnung änderte sich in Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen. Der Beruf wird künftig als Monoberuf ausgebildet, die Fachrichtungen "Finanzberatung" und "Versicherung" wurden aufgehoben. Änderungen gab es auch bei den Prüfungsmodalitäten: Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Bisher:
Koch/Köchin
B 29302-100, B 29302-900
Im Zuge einer Neuordnung der Ausbildungen im Gastgewerbe wurde die Ausbildung modernisiert, um sie an neue Anforderungen in einem differenzierter, anspruchsvoller und digitaler werdenden Arbeitsumfeld anzupassen. Modernisierungsbedarf ergab sich u.a. durch veränderte Gästeanforderungen und Ernährungsgewohnheiten sowie erhöhte gesetzliche Anforderungen an den Verbraucherschutz und das Hygienemanagement. In der modernisierten Ausbildungsordnung erhielten Kompetenzen in Bereichen wie z.B. Gästeberatung, Nachhaltigkeit und Kalkulation eine höhere Gewichtung. Die Abschlussprüfung wird künftig in zwei auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
B 81112-109, B 81112-901
Die Ausbildung wurde modernisiert, um sie inhaltlich und strukturell an die Herausforderungen durch komplexer werdende betriebliche Abläufe und Aufgaben in der zahnmedizinischen Versorgung anzupassen. So wurden in der neuen Ausbildungsordnung neben der fachlichen und technologischen Weiterentwicklung der Zahnmedizin auch veränderte Aufgaben im Rahmen der Prophylaxe, ausgeweitete gesetzliche Rahmenbedingungen z.B. hinsichtlich Hygiene oder Strahlenschutz sowie die zunehmende Digitalisierung von Praxisabläufen berücksichtigt. Auch die Abschlussprüfung wurde neu konzipiert und wird künftig in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.
Zahntechniker/in
B 82542-101, B 82542-900
Die Ausbildung wurde modernisiert und sowohl inhaltlich als auch strukturell angepasst. Neue Technologien, Verfahren oder Werkstoffe in der Zahntechnik und die zunehmende Digitalisierung machten eine Neuordnung der Ausbildung erforderlich. In der neuen Ausbildungsordnung fanden die Gebiete Implantologie, Zahnersatz und Prothetik sowie auch neue Verfahren und geänderte Werkstoffe verstärkt Berücksichtigung. Auch die Prüfungsmodalitäten änderten sich: Die Gesellenprüfung wird künftig in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt.