Die Tätigkeit im Überblick

Staatlich geprüfte Techniker/innen der Fachrichtung Werkstofftechnik untersuchen die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Werkstoffen wie Stahl, Nichteisenmetallen, Baustoffen, Kunststoff, Verbundstoffen und technischer Keramik.

Die Weiterbildung im Überblick

Staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Werkstofftechnik ist eine landesrechtlich geregelte berufliche Weiterbildung

Fachworterklärung

Weiterbildung

Der Begriff "Weiterbildung" wird übergreifend für den gesamten Bereich der beruflichen Weiterbildung (Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen) verwendet. Er schließt auch die im Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung als "Fortbildung" bezeichneten Aufstiegsfortbildungen ein.
an Fachschulen

Fachworterklärung

Fachschulen

Fachschulen sind Schulen, die den Abschluss einer einschlägigen Berufsausbildung und/oder entsprechende Berufspraxis voraussetzen. Sie führen zu vertiefter beruflicher Fachbildung und fördern die Allgemeinbildung. Bildungsgänge in Vollzeitform dauern in der Regel mindestens 1 Jahr, Bildungsgänge in Teilzeitform entsprechend länger. Zum Teil besteht die Möglichkeit, einen mittleren Bildungsabschluss und/oder die Fachhochschulreife zu erwerben. In Nordrhein-Westfalen sind die Fachschulen (zusammen mit den Schularten Fachschule, Berufsfachschule, Fachoberschule und Berufliches Gymnasium) unter dem Oberbegriff "Berufskolleg" zusammengefasst.
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Sie dauert in Vollzeit 2 Jahre, in Teilzeit 3-4 Jahre, und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Techniker/innen der Fachrichtung Werkstofftechnik finden Beschäftigung
  • in Betrieben der Metallerzeugung sowie Metallver- und -bearbeitung, z.B. Gießereien
  • in Unternehmen vieler industrieller Wirtschaftsbereiche, z.B. Glas-, Keramik- oder Baustoffindustrie, Maschinen- und Werkzeugbau, Fahrzeugbau, chemische Industrie
  • in Instituten für physikalische Untersuchung und Beratung
  • in Forschungsinstituten
  • bei Recyclingfirmen

Systematikinformationen zum Beruf
 

  • Im Labor die Mikrostruktur eines Werkstoffes analysieren
  • In der Werkhalle einen Zugversuch mit Betonstahl beauftragen
  • Betonstahl anhand des Bruchbilds auf Verwendbarkeit prüfen
  • Eine Metallprobe mit dem Makroskop betrachten
  • In Diagrammform dargestellte Versuchsergebnisse besprechen
  • Eine Stahlprobe für die metallografische Prüfung schleifen
  • Für zerstörungsfreie Oberflächenrissprüfung Farbe aufsprühen
  • Anhand von Prüfprotokollen ein Gutachten vorbereiten
  • Gebrochene Fahrradkette nach einem Zugversuch
  • Lehre zur Überprüfung von Schweißnähten