Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2018 gab es 279 Ausbildungsanfänger/innen. 47 Prozent der zukünftigen Fachkräfte Agrarservice verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss

Fachworterklärung

Mittlerer Bildungsabschluss/Realschulabschluss

Bezeichnung für den Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse erreicht wird. Je nach Bundesland kann der Abschluss auch (Werk-)Realschulabschluss, mittlere Reife, Fachoberschulreife, erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer (Schul-)Abschluss, qualifizierter bzw. erweiterter Realschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss, Wirtschaftsschulabschluss oder (Erweiterter/Qualifizierter) Sekundarabschluss I ( - Realschulabschluss) lauten. Er wird in einer Realschule (plus), Werkrealschule, (Integrierten) Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, Regelschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelschule oder an einem Gymnasium bzw. an einer Gesamtschule erworben. Der mittlere Bildungsabschluss berechtigt den Absolventen/die Absolventin zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen (z.B. gymnasiale Oberstufe, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule, Höhere Handelsschule, Berufskollegs u.a.m.).

Für den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen ist möglich. Synonym: mittlerer Schulabschluss.

, 41 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss

Fachworterklärung

Hauptschulabschluss

Bezeichnung für den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss. Je nach Bundesland kann der Abschluss z.B. auch Berufsreife, (einfache) Berufsbildungsreife, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule, Sekundarabschluss I oder erster allgemeinbildender Schulabschluss lauten. Er wird in einer Hauptschule, Gesamtschule, Werkrealschule, Gemeinschaftsschule, Mittelschule, (Integrierten) Sekundarschule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Realschule plus oder Regelschule erworben.

Durch das erfolgreiche Ablegen einer zusätzlichen Prüfung bzw. bei bestimmten Leistungen kann auch ein qualifizierender Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch z.B. erweiterter Hauptschulabschluss, qualifizierender Abschluss der Mittelschule, erweiterte Berufsbildungsreife, Berufsreife mit Leistungsfeststellung oder Sekundarabschluss I - Hauptschulabschluss) erworben werden.

Der Hauptschulabschluss berechtigt zum Besuch weiterführender allgemeinbildender und bestimmter beruflicher Schulen.

Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen oder im Rahmen berufsvorbereitender Bildungsgänge ist möglich.

. Zehn Prozent verfügten über die Hochschulreife

Fachworterklärung

Hochschulreife

Mit dem Erwerb einer Hochschulreife wird die Zugangsberechtigung zum Studium an Hochschulen (Universitäten bzw. Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung, Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Dualen Hochschulen) und Berufsakademien bzw. zu Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten erlangt.

Man unterscheidet im deutschen Bildungssystem zwischen der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), die in der Regel mit dem erfolgreichen Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Oberschulen, Gemeinschaftsschulen, Beruflichen Gymnasien, Fachgymnasien oder Gesamtschulen erworben wird und zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen berechtigt, und der fachgebundenen Hochschulreife, die nach erfolgreichem Besuch der Berufsoberschule verliehen wird und eine fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung darstellt.

Mit der fachgebundenen Hochschulreife können im Gegensatz zur allgemeinen Hochschulreife lediglich Studiengänge besucht werden, auf die der Schulabschluss inhaltlich vorbereitet hat. Die Hochschulreife kann auch nachträglich z.B. an Abendgymnasien, Abendschulen oder Kollegs erworben werden. Darüber hinaus gibt es auch Wege des Hochschulzugangs für besonders befähigte Berufstätige ohne Hochschulreife.

, ein Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. 13 Prozent der Ausbildungsanfänger/innen hatten vor Ausbildungsbeginn ein Berufsgrundbildungsjahr

Fachworterklärung

Berufsgrundbildungsjahr (Berufsgrundschuljahr)

Abkürzung: BGJ

Berufliche Grundbildung im Sekundarbereich II, die im Rahmen eines Vollzeitschuljahres oder in kooperativer Form (im Betrieb und in der Schule) absolviert werden kann. Ziel des BGJ ist es, den Jugendlichen, die zwischen 13 verschiedenen Berufsfeldern (z.B. Wirtschaft und Verwaltung, Elektrotechnik oder Ernährung und Hauswirtschaft) wählen können, allgemeine, berufsfeldübergreifende Lerninhalte sowie fachtheoretische und fachpraktische Lerninhalte zu vermitteln.

Der erfolgreiche Besuch des BGJ kann als erstes Jahr der Berufsausbildung in einem der Grundbildung entsprechenden Berufsfeld angerechnet werden. Darüber hinaus besteht für Jugendliche, die die Hauptschule ohne Abschluss verlassen haben, in einigen Bundesländern die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Manche Bundesländer haben das BGJ durch die einjährige Berufsfachschule ersetzt.

Synonym: Berufsgrundschuljahr.

absolviert.
Quelle:
Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Fachworterklärung

Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Quelle: "Datensystem Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.); Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen.

des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Biologie:

Die Auszubildenden lernen, wie man den Anbau von Pflanzen und Ackerkulturen plant und durchführt. Kenntnisse der Biologie sind daher nützlich.

Mathematik:

Angehende Fachkräfte errechnen Mengen, z.B. für den Saatgut- oder Düngemitteleinkauf, erstellen Kalkulationen, vergleichen Angebote, führen Bestellungen durch und kontrollieren Rechnungen. Daher müssen die Auszubildenden die Grundrechenarten sicher beherrschen.

Werken/Technik:

Die zukünftigen Fachkräfte führen handwerkliche Tätigkeiten wie das Pflegen, Warten und Instandhalten von agrartechnischen Geräten und Anlagen durch. Kenntnisse aus dem Bereich Werken und Technik sind daher nützlich.