Die Tätigkeit im Überblick

Werkstoffprüfer/innen der Fachrichtung Kunststofftechnik untersuchen Halbzeuge

Fachworterklärung

Halbzeug

Speziell in der Fertigungs- und Hüttentechnik: Als Halbzeug bezeichnet man jedes Zwischenprodukt zwischen Rohstoff und Endprodukt, das noch weitere Bearbeitungsstufen zu durchlaufen hat. Halbzeuge sind z.B. Rohre und Blechbauteile, die zu Druckbehältern montiert oder Stahlstäbe, die zu Bewehrungsmatten verarbeitet werden. Synonyme: Halbfabrikat, Halberzeugnis
und Teile aus Kunststoff auf Materialeigenschaften bzw. Schäden. Sie entnehmen Proben, führen Messungen und Prüfungen durch und dokumentieren die Ergebnisse.

Die Ausbildung im Überblick

Werkstoffprüfer/in der Fachrichtung Kunststofftechnik ist ein 3,5-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Typische Branchen

Werkstoffprüfer/innen der Fachrichtung Kunststofftechnik finden Beschäftigung
  • bei Herstellern von Halbzeugen, Teilen und Produkten aus Kunststoffen oder Verbundwerkstoffen
  • in weiterverarbeitenden Unternehmen der Luftfahrt-, Automobil-, Eisenbahn- und Schiffbauindustrie
  • im Anlagenbau
  • in der Energiewirtschaft
  • bei Werkstoffprüfanstalten
  • bei Materialforschungseinrichtungen

Systematikinformationen zum Beruf
 

  • Kunststoffhalbzeug im Wareneingangslabor auf Härte prüfen
  • Im Bewitterungsraum eine Probe aus dem Klimaschrank bewerten
  • Im Büro das Protokoll zu einer Thermoanalyse anfertigen
  • An einem Kunststoffstreifen eine Zugprüfung durchführen
  • Das Ergebnis der Stärkemessung im Wareneingang dokumentieren
  • Eine Biegeprüfung an einem Sandwichbauteil vorbereiten
  • Eine Lampenbatterie für einen Bestrahlungstest einstellen
  • Eine Probeampulle für den Gaschromatografen vorbereiten
  • Dynamisch-mechanische Analyse eines fehlerhaften Kunststoffs
  • Beurteilung einer Probe nach einem Schnellbewitterungstest