Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2017 gab es in den Ausbildungsbereichen Handwerk sowie Industrie und Handel insgesamt zwölf Ausbildungsanfänger/innen. Alle zukünftigen Goldschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Juwelen verfügten über die Hochschulreife

Fachworterklärung

Hochschulreife

Mit dem Erwerb einer Hochschulreife wird die Zugangsberechtigung zum Studium an Hochschulen (Universitäten bzw. Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung, Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Dualen Hochschulen) und Berufsakademien bzw. zu Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten erlangt. Man unterscheidet im deutschen Bildungssystem zwischen der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), die in der Regel mit dem erfolgreichen Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Oberschulen, Gemeinschaftsschulen, Beruflichen Gymnasien, Fachgymnasien oder Gesamtschulen erworben wird und zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen berechtigt, und der fachgebundenen Hochschulreife, die nach erfolgreichem Besuch der Berufsoberschule verliehen wird und eine fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung darstellt. Mit der fachgebundenen Hochschulreife können im Gegensatz zur allgemeinen Hochschulreife lediglich Studiengänge besucht werden, auf die der Schulabschluss inhaltlich vorbereitet hat. Die Hochschulreife kann auch nachträglich z.B. an Abendgymnasien, Abendschulen oder Kollegs erworben werden. Darüber hinaus gibt es auch Wege des Hochschulzugangs für besonders befähigte Berufstätige ohne Hochschulreife.
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Quelle:
Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Fachworterklärung

Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Quelle: "Datensystem Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.); Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen.
des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Werken/Technik:

Angehende Goldschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Juwelen fertigen Ketten, Armbänder, Broschen und Ringe mit kostbaren Steinen. Um eigene Vorlagen und Entwürfe anzufertigen, benötigen sie kreatives Geschick. Auch handwerkliche Fertigkeiten und Kenntnisse sind von Anfang an wichtig, damit Goldschmiede und -schmiedinnen die Schmuckstücke mit Diamanten, Smaragden oder Rubinen passgenau besetzen können.

Chemie:

Um mit Chemikalien wie Lösungs- und Reinigungsmitteln, Säuren, Laugen und Ätzlösungen umgehen und diese fachgerecht einsetzen zu können, sind chemische Kenntnisse in der Ausbildung von Vorteil.

Deutsch:

Um Kunden zu beraten oder Kundenwünsche umsetzen zu können, sind gute Deutschkenntnisse hilfreich.

Kunst:

Wenn angehende Goldschmiede und -schmiedinnen der Fachrichtung Juwelen z.B. passende Schmucksteine auswählen oder Schmuckstücke gestalten, ist ein Sinn für Formen, Farben und Ästhetik hilfreich.