Die Tätigkeit im Überblick

Fachkräfte für Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation vermitteln lebenspraktische Fertigkeiten und fördern bzw. trainieren die soziale Kommunikation sowie die selbstständige Fortbewegung von blinden Menschen und Menschen mit Sehbehinderung. Ziel ist es, die Betroffenen zu befähigen, weitestgehend unabhängig zu leben.

Die Weiterbildung im Überblick

Fachkraft für Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation ist eine landesrechtlich geregelte berufliche Weiterbildung

Fachworterklärung

Weiterbildung

Der Begriff "Weiterbildung" wird übergreifend für den gesamten Bereich der beruflichen Weiterbildung (Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen) verwendet. Er schließt auch die im Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung als "Fortbildung" bezeichneten Aufstiegsfortbildungen ein.
an Fachschulen

Fachworterklärung

Fachschulen

Fachschulen sind Schulen, die den Abschluss einer einschlägigen Berufsausbildung und/oder entsprechende Berufspraxis voraussetzen. Sie führen zu vertiefter beruflicher Fachbildung und fördern die Allgemeinbildung. Bildungsgänge in Vollzeitform dauern in der Regel mindestens 1 Jahr, Bildungsgänge in Teilzeitform entsprechend länger. Zum Teil besteht die Möglichkeit, einen mittleren Bildungsabschluss und/oder die Fachhochschulreife zu erwerben. In Nordrhein-Westfalen sind die Fachschulen (zusammen mit den Schularten Fachschule, Berufsfachschule, Fachoberschule und Berufliches Gymnasium) unter dem Oberbegriff "Berufskolleg" zusammengefasst.
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Sie dauert in Vollzeit ca. 10 Monate bis 1,5 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.
Darüber hinaus gibt es Weiterbildungen, die nach internen Regelungen der Bildungsanbieter durchgeführt werden.

Typische Branchen

Fachkräfte für Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation finden Beschäftigung
  • in Einrichtungen des Sozialwesens, z.B. Sehbehindertenzentren, Blindenheime, Förder- und Wohnstätten oder Beratungsstellen für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung
  • in Vorsorge- und Rehabilitationskliniken

Systematikinformationen zum Beruf
 

  • Im Behandlungsraum beim Üben mit der tastbaren Folie
  • Mobilitätstraining im öffentlichen Raum
  • Verwaltungsarbeiten im Büro erledigen
  • Einüben der Unterschrift mit der Schablone
  • Erklären und Trainieren der Essenstechniken
  • Der Gebrauch taktiler Karten wird eingeübt
  • Beim Koordinieren von Terminen
  • Auswählen von Arbeitsmitteln im Hilfsmittelraum
  • Gemeinsames Lokalisieren von Verkehrsabläufen
  • Ertasten der Gefahrenzone Bahnsteigkante