Die Tätigkeit im Überblick

Physikalisch-technische Assistenten und Assistentinnen unterstützen Physiker/innen sowie Ingenieure und Ingenieurinnen bei der Durchführung und Auswertung physikalisch-technischer Untersuchungen.

Die Ausbildung im Überblick

Physikalisch-technische/r Assistent/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen

Fachworterklärung

Berufsfachschulen

Berufsfachschulen (BFS) sind berufliche Schulen mit mindestens einjähriger, höchstens dreijähriger Dauer, für deren Besuch keine Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vorausgesetzt wird. Sie haben die Aufgabe, allgemeine und fachliche Lehrinhalte zu vermitteln und die Schüler/innen zu befähigen, entweder

(a) berufliche Grundbildung in einem Berufsfeld,

(b) den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einen Teil der Berufsausbildung in einem oder mehreren Ausbildungsberufen oder

(c) einen Berufsausbildungsabschluss, der nur an Schulen erworben werden kann,

zu erlangen.

Je nach Bundesland und Schulform kann ein höherwertiger Schulabschluss erworben werden (Mittlerer Bildungsabschluss, Fachhochschulreife).

und Berufskollegs

Fachworterklärung

Berufskollegs

In Baden-Württemberg sind Berufskollegs (BK) berufliche Bildungseinrichtungen, die einen mittleren Bildungsabschluss voraussetzen. Sie führen je nach Bildungsgang in 1 bis 3 Jahren zu einer beruflichen Grund- oder Erstqualifikation und können bei mindestens 2-jähriger Dauer mit Zusatzunterricht auch zur Fachhochschulreife führen. Das Berufskolleg wird i.d.R. als Vollzeitschule geführt; in Verbindung mit betrieblicher Ausbildung kann es auch in Teilzeitform besucht werden. Daneben gibt es 1-jährige Berufskollegs, an denen nach einer Berufsausbildung die Fachhochschulreife erworben werden kann.

In Nordrhein-Westfalen werden die beruflichen Schulen (die Schularten Berufsschule, Fachschule, Berufsfachschule, Fachoberschule und Berufliches Gymnasium) unter dem Oberbegriff "Berufskolleg" zusammengefasst.

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Sie dauert i.d.R. 24 Monate, ggf. auch 36-39 Monate und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Physikalisch-technische Assistenten und Assistentinnen finden Beschäftigung
  • in Forschungseinrichtungen für angewandte Physik
  • bei Materialprüfungsämtern
  • in Entwicklungsabteilungen von Unternehmen z.B. der Maschinenbau- oder Elektrotechnik

Systematikinformationen zum Beruf
 

  • Im Labor die Hochvakuumanlage für einen Versuch vorbereiten
  • Im Büro Messergebnisse dokumentieren und auswerten
  • Materialeigenschaften mikroskopisch untersuchen
  • Laborgeräte und Prozessapparaturen warten
  • Physikalische Prüfgrößen am Digitalzähler einstellen
  • Mit fluoreszierender Flüssigkeit ein Bauteil auf Risse prüfen
  • Mithilfe einer Magnetwaage die Dichte einer Metallprobe bestimmen
  • Einen Materialbelastungstest softwaregestützt auswerten
  • Versuchsaufbau zur Messung radioaktiver Strahlung in einer Probe
  • Hochtemperaturofen mit zu prüfendem Bauteil