Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2018 gab es 120 Ausbildungsanfänger/innen. 83 Prozent der zukünftigen Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Trampfahrt verfügten über die Hochschulreife

Fachworterklärung

Hochschulreife

Mit dem Erwerb einer Hochschulreife wird die Zugangsberechtigung zum Studium an Hochschulen (Universitäten bzw. Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung, Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Dualen Hochschulen) und Berufsakademien bzw. zu Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten erlangt.

Man unterscheidet im deutschen Bildungssystem zwischen der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), die in der Regel mit dem erfolgreichen Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Oberschulen, Gemeinschaftsschulen, Beruflichen Gymnasien, Fachgymnasien oder Gesamtschulen erworben wird und zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen berechtigt, und der fachgebundenen Hochschulreife, die nach erfolgreichem Besuch der Berufsoberschule verliehen wird und eine fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung darstellt.

Mit der fachgebundenen Hochschulreife können im Gegensatz zur allgemeinen Hochschulreife lediglich Studiengänge besucht werden, auf die der Schulabschluss inhaltlich vorbereitet hat. Die Hochschulreife kann auch nachträglich z.B. an Abendgymnasien, Abendschulen oder Kollegs erworben werden. Darüber hinaus gibt es auch Wege des Hochschulzugangs für besonders befähigte Berufstätige ohne Hochschulreife.

, 15 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss

Fachworterklärung

Mittlerer Bildungsabschluss/Realschulabschluss

Bezeichnung für den Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse erreicht wird. Je nach Bundesland kann der Abschluss auch (Werk-)Realschulabschluss, mittlere Reife, Fachoberschulreife, erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer (Schul-)Abschluss, qualifizierter bzw. erweiterter Realschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss, Wirtschaftsschulabschluss oder (Erweiterter/Qualifizierter) Sekundarabschluss I ( - Realschulabschluss) lauten. Er wird in einer Realschule (plus), Werkrealschule, (Integrierten) Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, Regelschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelschule oder an einem Gymnasium bzw. an einer Gesamtschule erworben. Der mittlere Bildungsabschluss berechtigt den Absolventen/die Absolventin zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen (z.B. gymnasiale Oberstufe, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule, Höhere Handelsschule, Berufskollegs u.a.m.).

Für den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen ist möglich. Synonym: mittlerer Schulabschluss.

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Quelle:
Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Fachworterklärung

Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Quelle: "Datensystem Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.); Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen.

des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Mathematik:

Die angehenden Schifffahrtskaufleute lernen z.B., Reisevorkalkulationen oder Frachtrechnungen zu erstellen sowie verschiedene Verfahren der Kostenrechnung anzuwenden. Hierfür sind mathematische Kenntnisse unabdingbar.

Englisch:

Da im internationalen Schiffsverkehr viele Geschäftsprozesse auf Englisch abgewickelt werden, sind für die Ausbildung Englischkenntnisse erforderlich.

Deutsch:

Um Informations- und Verkaufsgespräche zu führen oder Kunden zu beraten, benötigt man eine gute Ausdrucksfähigkeit. Eine sichere Rechtschreibung wird beim Schriftwechsel mit Auftraggebern, Frachtführern und Lagerhaltern benötigt.

Erdkunde/Geografie:

Beim Planen und Organisieren der Einsätze von Seeschiffen müssen sich angehende Schifffahrtskaufleute auch mit den geografischen Gegebenheiten der verschiedenen Schiffsrouten und Hinterlandanbindungen auskennen.

Wirtschaft:

Um marktgerechte Leistungsangebote entwickeln zu können, müssen in der Ausbildung Transport- und Ladungsmärkte analysiert werden. Hierfür sind wirtschaftliche Kenntnisse hilfreich.