Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Süßwarentechnologen und -technologinnen beschicken, steuern und überwachen Maschinen und Anlagen. Die automatisierte Produktion umfasst alle Arbeitsschritte von der Rohstoffaufbereitung bis zur Verpackung der Ware. Zutaten wie Zucker, Kakaobohnen oder Nüsse werden maschinell gewogen, dosiert und ggf. gereinigt und zerkleinert. Den Rohstoffen geben die Fachkräfte verschiedene Zusatzstoffe bei. Automaten und Maschinen werden von den Fachkräften beschickt und überwacht. Bei der Rohstoffanlieferung und während der Herstellung nehmen sie Proben für das Labor, überzeugen sich aber auch durch Augenschein, Geruchs- und vor allem Geschmackstests davon, dass die Produktionsprozesse einwandfrei ablaufen. Außerdem reinigen und warten sie die Maschinen und Anlagen.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?

Süßwarentechnologen und -technologinnen stellen Süßwaren aller Art her. Sie bedienen und überwachen industrielle Anlagen, die nach vorgegebenen Rezepten Teige und Mischungen produzieren. Des Weiteren überprüfen sie die Qualität der Produkte.

Industriell hergestellte Köstlichkeiten

Süßigkeiten und Knabbergebäck sind immer gefragt. Kaum eine Feier kommt ohne Salzstangen, Schokolade oder Bonbons aus und zu Weihnachten gehören für viele Menschen Lebkuchen, Dominosteine und Spekulatius. Süßwarentechnologen und -technologinnen stellen solche herzhaften oder süßen Knabbereien industriell her. Dabei ist Hygiene oberstes Gebot, deshalb tragen sie Arbeitskleidung und Kopfbedeckung. Insbesondere in der Oster- und Weihnachtszeit werden viele dieser Spezialitäten verkauft. Dann haben Süßwarentechnologen und -technologinnen besonders viel zu tun.

Überwachung der Produktionsprozesse

In allen Bereichen der Süßwarenherstellung laufen die Produktionsprozesse von der Rohstoffannahme bis zur Verpackung der fertigen Ware größtenteils mechanisiert bzw. automatisiert ab. Süßwarentechnologen und -technologinnen steuern und überwachen deshalb in erster Linie die Produktionsanlagen, die sie auch reinigen und warten. Da es in der Fabrikhalle in der Nähe der Maschinen sehr laut werden kann, tragen sie hier Gehörschutz. Sicherheitsbestimmungen halten die Fachkräfte ebenso wie die Hygienevorschriften genau ein. Tritt an einer Stelle der Produktionskette eine Unregelmäßigkeit auf, ist sofort ein Süßwarentechnologe bzw. eine Süßwarentechnologin zur Stelle, ortet die Fehlerquelle, behebt den Fehler oder informiert die zuständigen Meister/innen und Techniker/innen.

Vom Rohstoff zum fertigen Süßwarenprodukt

Damit nur einwandfreie Zutaten in die Produktion eingehen, müssen Süßwarentechnologen und -technologinnen zunächst die Rohstoffe beurteilen. Das sind z.B. Mehl, Ei- und Milchprodukte, Fett und Zucker, Gewürze, Kräuter und Aromen, Nüsse, Kakao oder Schokolade, Mandeln, Sesam oder Korinthen. Maschinell waschen, schälen und zerkleinern sie Zutaten wie Nüsse oder Kakaobohnen und steuern die Anlagen, sodass die Rohstoffe je nach Rezeptur in den richtigen Mengenverhältnissen zusammengegeben werden. An weiteren Stationen wird z.B. der Teig gemischt, gerührt und ggf. gewalzt. Allergisch gegen die Zutaten darf man nicht sein. Süßwarentechnologen und -technologinnen richten Öfen ein oder überwachen Gieß- und Formautomaten, Tafel- und Tablieranlagen sowie Hohlkörperanlagen zur Schokoladeverarbeitung. In der Nähe von Backautomaten oder Frittieranlagen kann es ziemlich heiß werden. Während der Produktion überprüfen die Fachkräfte laufend, ob der Teig die richtige Farbe und Konsistenz hat, und entnehmen Proben, damit sie in den Produktionsprozess eingreifen können, falls etwas nicht stimmt. Hier muss auch gekostet werden, da durch die Laboruntersuchung allein nicht festgestellt werden kann, ob das Produkt auch so schmeckt, wie es schmecken soll.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

  • Maschinen und Anlagen einrichten, steuern und warten, Produktionsvorgänge überwachen
  • Roh- und Zusatzstoffe, Halbfertig- und Fertigprodukte annehmen, lagern und bearbeiten
  • Mischungen, Roh- und Fertigmassen herstellen und mithilfe von Maschinen und Anlagen ausformen
  • Teige maschinell mischen, kneten, rühren und ggf. auswalzen
  • flüssige, halbflüssige und feste Füllungen herstellen
  • Massen maschinell in Formen gießen oder spritzen
  • Qualitätskontrollen und sensorische Prüfungen

    Fachworterklärung

    Sensorik

    Speziell in der Automatisierungs-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik: Bauelemente bzw. elektronische Systeme erfassen physikalische Zustandsgrößen, z.B. Druck, Temperatur, Feuchtigkeit, und wandeln diese in elektrische Signale um.

    Speziell in der Lebensmittelherstellung und im Weinbau: Beurteilung von Lebensmitteln und Rohstoffen über die Sinnesorgane, z.B. Geruch, Geschmack, Farbe (sensorische Prüfung).

    durchführen
  • fertige Produkte verpacken
  • bei der Erprobung von neuen Rezepturen mitwirken
  • Maschinen, Anlagen, Behälter, Räume und Rohrleitungssysteme reinigen und desinfizieren