Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2019 gab es drei Ausbildungsanfänger/innen. Alle zukünftigen Metallbildner/innen der Fachrichtung Gürtlertechnik verfügten über die Hochschulreife

Fachworterklärung

Hochschulreife

Mit dem Erwerb einer Hochschulreife wird die Zugangsberechtigung zum Studium an Hochschulen (Universitäten bzw. Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung, Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Dualen Hochschulen) und Berufsakademien bzw. zu Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten erlangt.

Man unterscheidet im deutschen Bildungssystem zwischen der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), die in der Regel mit dem erfolgreichen Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Oberschulen, Gemeinschaftsschulen, Beruflichen Gymnasien, Fachgymnasien oder Gesamtschulen erworben wird und zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen berechtigt, und der fachgebundenen Hochschulreife, die nach erfolgreichem Besuch der Berufsoberschule verliehen wird und eine fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung darstellt.

Mit der fachgebundenen Hochschulreife können im Gegensatz zur allgemeinen Hochschulreife lediglich Studiengänge besucht werden, auf die der Schulabschluss inhaltlich vorbereitet hat. Die Hochschulreife kann auch nachträglich z.B. an Abendgymnasien, Abendschulen oder Kollegs erworben werden. Darüber hinaus gibt es auch Wege des Hochschulzugangs für besonders befähigte Berufstätige ohne Hochschulreife.

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Quelle:
Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Fachworterklärung

Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Quelle: "Datensystem Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.); Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen.

des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Werken/Technik:

Angehende Metallbildner/innen der Fachrichtung Gürtlertechnik lernen Metall maschinell oder von Hand zu verformen und zu bearbeiten. Kenntnisse im Werken stellen eine gute Basis für die Ausbildung dar. Um zwei- oder dreidimensionale Ansichten zu erstellen, sind Fertigkeiten im technischen Zeichnen hilfreich.

Kunst:

Gutes handwerklich-künstlerisches Geschick ist nötig, um Entwürfe unter Berücksichtigung von Gestaltungsprinzipien anzufertigen oder um bei der Reparatur von Gussteilen kunsthistorische und stilistische Grundsätze zu beachten.

Physik/Chemie:

Kenntnisse im naturwissenschaftlichen Bereich sind für die Ausbildung von Vorteil, z.B. um Metalle zu gießen und Oberflächen zu beizen oder patinieren

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Patinieren

Speziell in der Holzbe- und -verarbeitung und Korbwarenherstellung: Stellenweises Aufsprühen bzw. Aufspritzen eines eingefärbten Lösungsmittels, um einen bestimmten Farbton bzw. einen Hell-Dunkel-Effekt zu erreichen.

Speziell in der Edelmetallbearbeitung: Künstlich alt machen; mit künstlich erzeugtem Edelrost (Patina) überziehen.

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