Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2018 gab es 120 Ausbildungsanfänger/innen. 54 Prozent der zukünftigen Elektroniker/innen für Informations- und Systemtechnik verfügten über die Hochschulreife

Fachworterklärung

Hochschulreife

Mit dem Erwerb einer Hochschulreife wird die Zugangsberechtigung zum Studium an Hochschulen (Universitäten bzw. Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung, Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Dualen Hochschulen) und Berufsakademien bzw. zu Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten erlangt.

Man unterscheidet im deutschen Bildungssystem zwischen der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), die in der Regel mit dem erfolgreichen Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Oberschulen, Gemeinschaftsschulen, Beruflichen Gymnasien, Fachgymnasien oder Gesamtschulen erworben wird und zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen berechtigt, und der fachgebundenen Hochschulreife, die nach erfolgreichem Besuch der Berufsoberschule verliehen wird und eine fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung darstellt.

Mit der fachgebundenen Hochschulreife können im Gegensatz zur allgemeinen Hochschulreife lediglich Studiengänge besucht werden, auf die der Schulabschluss inhaltlich vorbereitet hat. Die Hochschulreife kann auch nachträglich z.B. an Abendgymnasien, Abendschulen oder Kollegs erworben werden. Darüber hinaus gibt es auch Wege des Hochschulzugangs für besonders befähigte Berufstätige ohne Hochschulreife.

, 39 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss

Fachworterklärung

Mittlerer Bildungsabschluss/Realschulabschluss

Bezeichnung für den Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse erreicht wird. Je nach Bundesland kann der Abschluss auch (Werk-)Realschulabschluss, mittlere Reife, Fachoberschulreife, erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer (Schul-)Abschluss, qualifizierter bzw. erweiterter Realschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss, Wirtschaftsschulabschluss oder (Erweiterter/Qualifizierter) Sekundarabschluss I ( - Realschulabschluss) lauten. Er wird in einer Realschule (plus), Werkrealschule, (Integrierten) Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, Regelschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelschule oder an einem Gymnasium bzw. an einer Gesamtschule erworben. Der mittlere Bildungsabschluss berechtigt den Absolventen/die Absolventin zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen (z.B. gymnasiale Oberstufe, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule, Höhere Handelsschule, Berufskollegs u.a.m.).

Für den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen ist möglich. Synonym: mittlerer Schulabschluss.

. Sieben Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss

Fachworterklärung

Hauptschulabschluss

Bezeichnung für den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss. Je nach Bundesland kann der Abschluss z.B. auch Berufsreife, (einfache) Berufsbildungsreife, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule, Sekundarabschluss I oder erster allgemeinbildender Schulabschluss lauten. Er wird in einer Hauptschule, Gesamtschule, Werkrealschule, Gemeinschaftsschule, Mittelschule, (Integrierten) Sekundarschule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Realschule plus oder Regelschule erworben.

Durch das erfolgreiche Ablegen einer zusätzlichen Prüfung bzw. bei bestimmten Leistungen kann auch ein qualifizierender Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch z.B. erweiterter Hauptschulabschluss, qualifizierender Abschluss der Mittelschule, erweiterte Berufsbildungsreife, Berufsreife mit Leistungsfeststellung oder Sekundarabschluss I - Hauptschulabschluss) erworben werden.

Der Hauptschulabschluss berechtigt zum Besuch weiterführender allgemeinbildender und bestimmter beruflicher Schulen.

Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen oder im Rahmen berufsvorbereitender Bildungsgänge ist möglich.

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Quelle:
Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Fachworterklärung

Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Quelle: "Datensystem Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.); Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen.

des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Mathematik:

Mathematikkenntnisse sind in der Ausbildung z.B. für das Analysieren von elektrischen Messwerten unabdingbar.

Physik:

Die Kenntnis physikalischer sowie elektrotechnischer und elektronischer Gesetze und Zusammenhänge ist beispielsweise für das Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen hilfreich.

Werken/Technik:

Die Montage und Installation von Hardwarekomponenten gehört zu den Aufgaben von angehenden Elektronikern und Elektronikerinnen für Informations- und Systemtechnik. Wer über Kenntnisse im technischen Werken verfügt, ist im Vorteil. Erfahrungen im technischen Zeichnen sind z.B. für das Anfertigen von Schaltplänen hilfreich.

Informatik:

Bereits in der Ausbildung wirken angehende Elektroniker/innen für Informations- und Systemtechnik an der Entwicklung informationstechnischer Systeme mit und leisten technischen Support. Wer bereits Kenntnisse in Informatik mitbringt, ist im Vorteil.

Englisch:

Da viele Fachbücher und Bedienungsanleitungen in englischer Sprache verfasst sind, spielen Englischkenntnisse bereits in der Ausbildung eine wichtige Rolle.