Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Fleisch von Schweinen, Rindern oder Lämmern beurteilt, klassifiziert und zerlegt und die Teilstücke zur weiteren Verwendung vorbereitet
  • wie man Fleischsorten und Teilstücke auswählt, Füllungen herstellt, Fleischstücke portioniert, würzt und mariniert und für den Verkauf vorbereitet
  • was man bei der Herstellung von Koch-, Brüh- und Rohwurst wissen muss
  • wie Rohstoffe und (Halbfertig-)Erzeugnisse fachgerecht gelagert werden
  • wie man die Anlagen, Maschinen und Geräte reinigt, vorbereitet und bedient
  • welche rechtlichen Vorschriften, z.B. über Lebensmittelhygiene, man beachten muss und was man über die Qualitätskontrolle wissen muss
  • wie Waren verpackt, gekennzeichnet und für den Transport vorbereitet werden
  • was man über das Kuttern

    Fachworterklärung

    Kuttern

    Kuttern. Speziell in der Wurstherstellung: Das Zerkleinern des Rohstoffs Fleisch mit speziellen Maschinen, so genannten Kuttern oder auch Kuttermaschinen, zur Herstellung von Wurstbrät. Durch Zugabe von Wasser und Fett entsteht dabei eine homogene Masse, die anschließend weiterverarbeitet werden kann.
    (beim Herstellen von Brühwurst) und das Trocknen von Wurst wissen muss, wie man Pökel- und Räucherwaren, Hackfleisch und Hackfleischerzeugnisse herstellt
  • was bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen mit Kunden wichtig ist
  • wie man Zeitaufwand und Personalbedarf einschätzt, die Reihenfolge der Produktherstellung festlegt und Listen zur Warenbeschaffung führt
Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:

  • in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Beraten von Kunden, Planen von Veranstaltungen und Verpacken von Produkten)
  • in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird durch Wahlqualifikationseinheiten

Fachworterklärung

Wahlqualifikationseinheiten

Wahlqualifikationseinheiten - je nach Verordnung auch "Wahlqualifikationen" genannt - sind Bestandteile der betrieblichen Ausbildung, die entsprechend den Bedürfnissen von Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden festgelegt werden. Welche Wahlqualifikationseinheiten möglich sind, ist in der Ausbildungsverordnung festgehalten.
vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.:
  • Schlachten
  • Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren
  • Herstellen von Gerichten
  • Kundenberatung und Verkauf

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" eröffnet für Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss

Fachworterklärung

Mittlerer Bildungsabschluss/Realschulabschluss

Bezeichnung für den Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse erreicht wird. Je nach Bundesland kann der Abschluss auch (Werk-)Realschulabschluss, mittlere Reife, Fachoberschulreife, erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer (Schul-)Abschluss, qualifizierter bzw. erweiterter Realschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss, Wirtschaftsschulabschluss oder (Erweiterter/Qualifizierter) Sekundarabschluss I ( - Realschulabschluss) lauten. Er wird in einer Realschule (plus), Werkrealschule, (Integrierten) Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, Regelschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelschule oder an einem Gymnasium bzw. an einer Gesamtschule erworben. Der mittlere Bildungsabschluss berechtigt den Absolventen/die Absolventin zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen (z.B. gymnasiale Oberstufe, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule, Höhere Handelsschule, Berufskollegs u.a.m.). Für den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen ist möglich. Synonym: mittlerer Schulabschluss.
die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen aufzubauen, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und sich fachlich - über die Erstausbildung hinaus - zu bilden. Bestandteile der Zusatzqualifikation sind ein besonderer Berufsschulunterricht (z.B. Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht) und ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Weitere Informationen erteilt z.B.:

Erweiterte Informationen - Zusatzqualifikationen