Die Tätigkeit im Überblick

Landwirtschaftlich-technische Assistenten und Assistentinnen sind Laborfachkräfte im Bereich Landwirtschaft, Umwelt, Biotechnologie, Tier- und Pflanzenzucht sowie Lebensmittelanalyse.

Die Ausbildung im Überblick

Landwirtschaftlich-technische/r Assistent/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen

Fachworterklärung

Berufsfachschule

Berufsfachschulen (BFS) sind berufliche Schulen mit mindestens einjähriger Dauer, für deren Besuch keine Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vorausgesetzt wird. Sie haben die Aufgabe, allgemeine und fachliche Lehrinhalte zu vermitteln und die Schüler/innen zu befähigen, entweder (a) berufliche Grundbildung in einem Berufsfeld, (b) den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einen Teil der Berufsausbildung in einem oder mehreren Ausbildungsberufen oder (c) einen Berufsausbildungsabschluss, der nur an Schulen erworben werden kann, zu erlangen. In Nordrhein-Westfalen sind die Berufsfachschulen (zusammen mit den Schularten Berufliches Gymnasium, Fachschule, Berufsschule und Fachoberschule) unter dem Oberbegriff "Berufskolleg" zusammengefasst.
und Berufskollegs

Fachworterklärung

Berufskolleg

Schulform in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Speziell in Baden-Württemberg: Berufskollegs sind berufliche Bildungseinrichtungen, die einen mittleren Bildungsabschluss voraussetzen. Sie führen in 1 bis 3 Jahren zu einer beruflichen Erstqualifikation und können bei mindestens 2-jähriger Dauer mit Zusatzunterricht auch zur Fachhochschulreife führen. Das Berufskolleg wird i.d.R. als Vollzeitschule geführt; in Verbindung mit betrieblicher Ausbildung kann es auch in Teilzeitform besucht werden. Daneben gibt es 1-jährige Berufskollegs zum Erwerb der Fachhochschulreife. Speziell in Nordrhein-Westfalen: Hier werden die beruflichen Schulen (Berufsschule, Berufsfachschule, Fachoberschule, Fachschule, Berufliches Gymnasium) als Berufskollegs bezeichnet. An Berufskollegs können alle allgemeinbildenden Abschlüsse erworben werden. Sie vermitteln auch berufliche Qualifikationen (z.B. Berufsabschlüsse oder eine berufliche Grundbildung), zum Teil in Kombination mit einem Allgemeinbildungsabschluss.
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Sie dauert 2 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Landwirtschaftlich-technische Assistenten und Assistentinnen finden Beschäftigung
  • bei Forschungsinstituten
  • in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft
  • in Unternehmen der chemischen bzw. pharmazeutischen Industrie bzw. der Nahrungsmittelindustrie
  • in der öffentlichen Verwaltung, z.B. bei Umweltschutzbehörden
  • in Tierkliniken

Systematikinformationen zum Beruf
 

  • Im Labor Erdproben für die Untersuchung aufbereiten
  • Im Freien Schilder für einen Saatgutversuch einstecken
  • Im Kühlraum Pflanzenproben zur späteren Untersuchung einlagern
  • Wurzelschädlinge unter der Lupe untersuchen
  • Eine neugezüchtete Erdbeersorte auf Pilzbefall prüfen
  • Die Schadpilzart einer infizierten Weizenprobe bestimmen
  • Eine Erdbeerkultur mit einem Pflanzenschutzmittel behandeln
  • In der Sicherheitswerkbank Zellkulturen auf Nährböden anlegen
  • Petrischalen mit Bakterienkulturen
  • Chemikalien für Laboruntersuchungen