Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2019 gab es in den Ausbildungsbereichen Handwerk sowie Industrie und Handel insgesamt 48 Ausbildungsanfänger/innen. 52 Prozent der zukünftigen Estrichleger/innen verfügten über einen Hauptschulabschluss

Fachworterklärung

Hauptschulabschluss

Bezeichnung für den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss. Je nach Bundesland kann der Abschluss z.B. auch Berufsreife, (einfache) Berufsbildungsreife, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule, Sekundarabschluss I oder erster allgemeinbildender Schulabschluss lauten. Er wird in einer Hauptschule, Gesamtschule, Werkrealschule, Gemeinschaftsschule, Mittelschule, (Integrierten) Sekundarschule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Realschule plus oder Regelschule erworben.

Durch das erfolgreiche Ablegen einer zusätzlichen Prüfung bzw. bei bestimmten Leistungen kann auch ein qualifizierender Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch z.B. erweiterter Hauptschulabschluss, qualifizierender Abschluss der Mittelschule, erweiterte Berufsbildungsreife, Berufsreife mit Leistungsfeststellung oder Sekundarabschluss I - Hauptschulabschluss) erworben werden.

Der Hauptschulabschluss berechtigt zum Besuch weiterführender allgemeinbildender und bestimmter beruflicher Schulen.

Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen oder im Rahmen berufsvorbereitender Bildungsgänge ist möglich.

, 27 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss

Fachworterklärung

Mittlerer Bildungsabschluss/Realschulabschluss

Bezeichnung für den Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse erreicht wird. Je nach Bundesland kann der Abschluss auch (Werk-)Realschulabschluss, mittlere Reife, Fachoberschulreife, erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer (Schul-)Abschluss, qualifizierter bzw. erweiterter Realschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss, Wirtschaftsschulabschluss oder (Erweiterter/Qualifizierter) Sekundarabschluss I ( - Realschulabschluss) lauten. Er wird in einer Realschule (plus), Werkrealschule, (Integrierten) Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, Regelschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelschule oder an einem Gymnasium bzw. an einer Gesamtschule erworben. Der mittlere Bildungsabschluss berechtigt den Absolventen/die Absolventin zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen (z.B. gymnasiale Oberstufe, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule, Höhere Handelsschule, Berufskollegs u.a.m.).

Für den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen ist möglich. Synonym: mittlerer Schulabschluss.

. Acht Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Jeweils sechs Prozent der Ausbildungsanfänger/innen hatten vor Ausbildungsbeginn an einer betrieblichen Qualifizierungsmaßnahme

Fachworterklärung

Betriebliche Qualifizierungsmaßnahme

Maßnahme mit dem Ziel, Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Einstieg in eine Ausbildung zu erleichtern. Der Schwerpunkt liegt auf Betriebspraktika.

teilgenommen, eine Berufsfachschule

Fachworterklärung

Berufsfachschule

Berufsfachschulen (BFS) sind berufliche Schulen mit mindestens einjähriger Dauer, für deren Besuch keine Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vorausgesetzt wird. Sie haben die Aufgabe, allgemeine und fachliche Lehrinhalte zu vermitteln und die Schüler/innen zu befähigen, entweder

(a) berufliche Grundbildung in einem Berufsfeld,

(b) den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einen Teil der Berufsausbildung in einem oder mehreren Ausbildungsberufen oder

(c) einen Berufsausbildungsabschluss, der nur an Schulen erworben werden kann,

zu erlangen.

In Nordrhein-Westfalen sind die Berufsfachschulen (zusammen mit den Schularten Berufliches Gymnasium, Fachschule, Berufsschule und Fachoberschule) unter dem Oberbegriff "Berufskolleg" zusammengefasst.

oder ein Berufsvorbereitungsjahr

Fachworterklärung

Berufsvorbereitungsjahr

Abkürzung: BVJ

Das BVJ richtet sich an Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag bzw. an Jugendliche, die nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen. Es vermittelt eine weiterführende allgemeine Bildung sowie berufsvorbereitende Kenntnisse und Fertigkeiten, die eine berufliche Orientierung erleichtern bzw. eine Vorbereitung auf eine sich anschließende Berufsausbildung im dualen System sein sollen (i.d.R. werden mehrere Berufsfelder unterrichtet). Das BVJ richtet sich auch an Jugendliche, die eine Förderschule besucht haben und/oder ihren Hauptschulabschluss erwerben möchten.

absolviert.
Quelle:
Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Fachworterklärung

Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Quelle: "Datensystem Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.); Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen.

des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Mathematik:

Um z.B. Materialmischungen zu berechnen, müssen angehende Estrichleger/innen die Grundrechenarten beherrschen.

Physik:

Kenntnisse in Physik helfen den Auszubildenden beispielsweise beim Verständnis von Baustoffeigenschaften.

Werken/Technik:

Angehende Estrichleger/innen mit Kenntnissen im technischen Werken sind bei der Arbeit mit Baumaschinen und -geräten im Vorteil. Erfahrungen im technischen Zeichnen sind beim Skizzieren von Bauwerksteilen sowie beim Lesen von Werkszeichnungen hilfreich.