Die Tätigkeit im Überblick

Rechtspfleger/innen treffen gerichtliche Entscheidungen in den ihnen übertragenen Bereichen der freiwilligen und streitigen Gerichtsbarkeit, z.B. im Nachlass-, Betreuungs- und Vormundschafts-, Grundbuch- oder Registerrecht sowie bei Zwangsvollstreckungen. In der Justizverwaltung können sie auch Führungsaufgaben übernehmen, z.B. als Geschäfts- oder Gruppenleiter/innen.

Die Ausbildung im Überblick

Die Ausbildung im Rechtspflegerdienst erfolgt als Vorbereitungsdienst

Fachworterklärung

Vorbereitungsdienst

Vorbereitungsdienst. Auch: Referendariat. Der Vorbereitungsdienst ist eine Ausbildungsphase der beruflichen Praxis innerhalb der Lehrerausbildung sowie für andere Laufbahnen des Berufsbeamtentums (einfacher, mittlerer, gehobener oder höherer Dienst). Je nach angestrebter Laufbahn dauert diese Phase sechs Monate oder bis zu drei Jahren und schließt mit einer Laufbahnprüfung (bei Lehrern: zweite Staatsexamensprüfung) ab. Für die Dauer des Vorbereitungsdienstes führen Beamte auf Widerruf die Dienstbezeichung Anwärter.
, der in der Regel als 3-jähriges Diplomstudium organisiert ist. Sie ist durch Verordnungen der Bundesländer geregelt.
Über das Studienangebot informiert KURSNET - Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung:

Typische Branchen

Rechtspfleger/innen finden Beschäftigung in erster Linie
  • bei Gerichten
  • bei Staatsanwaltschaften
  • bei Justizverwaltungen
Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung
  • an Bildungseinrichtungen der öffentlichen Verwaltung

Systematikinformationen zum Beruf
 

  • Im Büro Aufgaben in Zwangsversteigerungsverfahren wahrnehmen
  • Anhörungen im Verhandlungssaal leiten
  • Einer Angehörigen wird ein Testament eröffnet
  • Beim Ermitteln von möglichen Erben
  • Nachwuchskräfte für den gehobenen Dienst unterweisen
  • Beim Vorbereiten einer Eingabe
  • Über den Erlass von Mahnbescheiden entscheiden
  • Eine Betreuerin wird bestellt
  • Rechnungslegung von Betreuern und Vormündern
  • Änderungen im Handelsregister durchführen
  • Rechtsauskünfte werden auch telefonisch erteilt