Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2019 gab es sechs Ausbildungsanfänger/innen. Jeweils drei der zukünftigen Produktgestalter/innen - Textil verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss

Fachworterklärung

Mittlerer Bildungsabschluss/Realschulabschluss

Bezeichnung für den Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse erreicht wird. Je nach Bundesland kann der Abschluss auch (Werk-)Realschulabschluss, mittlere Reife, Fachoberschulreife, erweiterte Berufsbildungsreife, mittlerer (Schul-)Abschluss, qualifizierter bzw. erweiterter Realschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss, Wirtschaftsschulabschluss oder (Erweiterter/Qualifizierter) Sekundarabschluss I ( - Realschulabschluss) lauten. Er wird in einer Realschule (plus), Werkrealschule, (Integrierten) Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, Regelschule, Mittelstufenschule, Regionalen Schule, Oberschule, Stadtteilschule, Mittelschule oder an einem Gymnasium bzw. an einer Gesamtschule erworben. Der mittlere Bildungsabschluss berechtigt den Absolventen/die Absolventin zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen (z.B. gymnasiale Oberstufe, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule, Höhere Handelsschule, Berufskollegs u.a.m.).

Für den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. Ein nachträglicher Erwerb an Abendschulen ist möglich. Synonym: mittlerer Schulabschluss.

bzw. über die Hochschulreife

Fachworterklärung

Hochschulreife

Mit dem Erwerb einer Hochschulreife wird die Zugangsberechtigung zum Studium an Hochschulen (Universitäten bzw. Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung, Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Dualen Hochschulen) und Berufsakademien bzw. zu Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten erlangt.

Man unterscheidet im deutschen Bildungssystem zwischen der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), die in der Regel mit dem erfolgreichen Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Oberschulen, Gemeinschaftsschulen, Beruflichen Gymnasien, Fachgymnasien oder Gesamtschulen erworben wird und zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen berechtigt, und der fachgebundenen Hochschulreife, die nach erfolgreichem Besuch der Berufsoberschule verliehen wird und eine fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung darstellt.

Mit der fachgebundenen Hochschulreife können im Gegensatz zur allgemeinen Hochschulreife lediglich Studiengänge besucht werden, auf die der Schulabschluss inhaltlich vorbereitet hat. Die Hochschulreife kann auch nachträglich z.B. an Abendgymnasien, Abendschulen oder Kollegs erworben werden. Darüber hinaus gibt es auch Wege des Hochschulzugangs für besonders befähigte Berufstätige ohne Hochschulreife.

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Quelle:
Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Fachworterklärung

Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI)

Quelle: "Datensystem Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.); Absolutwerte aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen.

des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Kunst:

Angehende Produktgestalter/innen - Textil entwickeln und entwerfen Dessins

Fachworterklärung

Dessin

Musterung (aufgedruckt, als Struktur, Webmuster, durch bestimmte Farbgebungen) bei Textilien

und gestalten Textilmuster nach eigenen Vorstellungen oder Kundenwünschen. In Kunst hat man sich hierfür Voraussetzungen wie manuelles Geschick und Kreativität aneignen können.

Werken/Technik:

In der Ausbildung benötigen angehende Produktgestalter/innen - Textil auch technisches Verständnis, z.B. wenn sie Musterdatenträger

Fachworterklärung

Musterdatenträger

Bezeichnung für Lochkarten, -streifen, Magnetbänder, Disketten u.Ä., die die für die Fertigung wichtigen Daten enthalten und Textilmaschinen steuern.

Auch: Musterträger

für die maschinentechnische Umsetzung von Entwürfen herstellen. Hierzu sind Kenntnisse in Werken bzw. Technik hilfreich.

Mathematik:

Der Stoff muss in der korrekten Länge und Breite zugeschnitten werden. Für die Serienproduktion gilt es, angemessene Mengen an Material zu berechnen. Zukünftige Produktgestalter/innen - Textil sollten daher auf Kenntnissen der Grundrechenarten und der Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung aufbauen können.

Chemie:

Um die Prozesse beim Mischen von Farben und beim Bedrucken unterschiedlicher Materialien zu verstehen, sind Kenntnisse in Chemie von Vorteil.